09.05.2016

Unterwegs entfesselt Blitzen

09.05.2016

Unterwegs entfesselt Blitzen

Wer als Fotograf aus der Masse hervortreten will, der muss Fotos schießen, die andere Fotografen nicht schießen.

Angesichts der Tatsache, dass sich auf den meisten Sportveranstaltungen immer mehr Kollegen herumtreiben, suchte ich nach neuen Wegen, meine Bildsprache weiterzuentwickeln.

In diesem Artikel möchte ich ganz konkret über Mountainbikerennen sprechen. Natürlich lässt sich das Ganze auch auf andere Sportarten, die nicht vom Spielfeldrand aus fotografiert werden, übertragen. Sei es ein Marathonlauf oder eine Rallye.

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Die Lösung fand sich recht einfach, bereits in der Begrifflichkeit. Fotografie – grob aus dem altgriechischen übersetzt: „Zeichnen mit Licht“.

Licht! Ich brauche eigenes Licht, Licht was nur für mich da ist und nicht für die anderen Fotografen.

Tagsüber den Aufsteckblitz benutzen! Als Fülllicht durchaus üblich, aber ich will einen Schritt weiter gehen.

Ich werde mein Licht selber setzen. Off-Camera. Achtung: Die Rede ist von System- / Aufsteckblitzen.

Hier nochmal zusammengefasst, was dabei zu beachten ist:

  1. – Wie löse ich meinen Blitz aus?
  2. – Die Balance zwischen Blitzlicht und vorhandenem Licht!
  3. – Wie bringe ich den Blitz in Position?

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Punkt eins:

Prinzipiell gibt es zwei Methoden den Blitz kabellos aus der Ferne zu zünden. Zum einen haben die meisten Blitze eine Photozelle eingebaut. Durch „anblitzen“ löst der Systemblitz synchron mit der Kamera aus. Eine kostengünstige Möglichkeit mit Lichtsetzung zu experimentieren. Wer einen eingebauten Blitz in der Kamera hat, kann das ganze ohne weiteres Zubehör nutzen.

Für ein privates kleines Homestudio, kann diese Technologie dem einen oder anderen vielleicht sogar völlig ausreichen!

Draußen bei Tageslicht und über größere Distanz, kommen wir allerdings schnell an die Grenzen des machbaren. Der Auslöseblitz, auf der Kamera, braucht immer Sichtkontakt zur Photozelle im externen Blitz. Da reicht es schon mit einem kleinen Tele im Hochformat zu fotografieren und der Kontakt ist unterbrochen.

Wer es ernst meint, investiert in ein Funkauslösesystem!

Hier wird es schon etwas komplizierter. Im Grunde hat man immer einen Sender, welcher in den Blitzschuh der Kamera kommt, sowie einen Empfänger, auf dem der Blitz gesteckt wird.

Unterschiede ergeben sich im Funktionsumfang.

Günstigere Modelle lösen den externen Blitz einfach nur aus. Das heißt man hat kein TTL und die Stärke muss am Blitz selber eingestellt werden. Sowas kann bei wechselnden Lichtverhältnissen zu viel Lauferei führen!

Hochwertigere Geräte unterstützen TTL. Weiter kann man am Sender auf der Kamera die Blitzintensität manuell einstellen bzw. eine Blitzbelichtungskorrektur vornehmen.

Hier sollte jeder für sich selber entscheiden, ob er die Vorteile der teureren Auslöser braucht. Der Preisunterschied ist nämlich deutlich.

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Zweitens:

Eine besondere Wirkung entsteht erst, wenn das vorhandene Licht mit dem Blitzlicht gut gemischt wird. Gegenlicht lässt immer Tiefe und Dynamik entstehen. Achten Sie dabei darauf, dass der Blitz nicht zu frontal auf Ihr Motiv feuert. Dann könnte man den Blitz auch gleich auf die Kamera stecken!

Im 30° – 55° Winkel zum Subjekt ist ein guter Anfangswert. Hier gilt es zu experimentieren.

Der dritte Punkt:

Wie genau bringe ich eigentlich den Blitz in Position? Manfrotto hat eine Reihe von sehr leichten Lichtstativen. Die Babylight-Stative. Ich persönlich habe mehrere von allen drei Varianten. Im mobilen Einsatz nutze ich das kleinste. Das sogenannte Mini Compact AC, lässt sich ohne weiteres an der Fototasche befestigen und hat kaum Gewicht. Ein nettes Detail: Die Auszüge sind Luftgefedert.

Um den Blitz jetzt noch in der Neigung variieren zu können, brauchen Sie einen Neiger! Mit dieser Hardware sind sie sorglos ausgestattet. Ihr Blitz steht stabil und Sie brauchen keinen Assistenten, der beim Tragen helfen muss!

sportsflash 6

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Abschließend möchte ich es kurz Zusammenfassen – Heben Sie sich von anderen Fotografen ab, indem Sie kreativ das Licht setzen! Zum ausprobieren reicht es, durch „anblitzen“ auszulösen! Wenn Ihnen die Möglichkeiten zusagen, investieren Sie in ein günstiges oder teures Funksystem, sparen Sie aber nie beim Stativ, denn das wird am Ende immer teuer! 😉

Konrad Großkopf

 

Empfohlene Manfrotto Produkte:
Manfrotto Mini Compact AC
Manfrotto Blitzhalterung mit Neigegelenk

Nach dem Fachabitur suchte Konrad Großkopf eine Möglichkeit, Fuß in der professionellen Fotografie und Filmerei zu fassen. Nach einigen Drehs in einer kleinen TV-Produktion für unterschiedliche deutsche Fernsehformate, wechselte er zum Image- und Werbefilm. Seit 2014 ist er nun Fotograf durch autodidaktische Ausbildung. Seine Schwerpunkte sind Hochzeits- und Industriefotografie, sowie Street & Travel.

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