21.09.2016

Was Sie beim Aufnehmen von Landschaftsfotos mitnehmen sollten

21.09.2016

Was Sie beim Aufnehmen von Landschaftsfotos mitnehmen sollten

Bei all den Spezialgebieten der Landschaftsfotografie könnte dies eine ziemlich lange Liste werden, aber es gibt einige Grundüberlegungen, die auf fast alle Themen in der Landschaftsfotografie zutreffen. Sie sollten Ihre Fotos mit dem perfekten Licht in Szene setzen können und die Ausrüstung dabei haben, um Ihre Vision umzusetzen. Sind Sie bereit, in die Natur zu gehen und die Aufnahme zu machen, von der Sie schon immer geträumt haben?

Dies ist Boar’s Head an der Nordseite von Hampton Beach an der Küste New Hampshires. Je nachdem, wie hoch das Wasser steht, gibt es hier ein paar tolle Felsen. An diesem Tag waren es um die -12 Grad Celsius und einige harte Schneebrocken wurden von der Flut ins Meer gezogen. Man muss den Strand einfach lieben, wenn es friert und niemand sonst da ist!

3,0 ND und 0,9 harter Grauverlaufsfilter

f/5, ISO 100, 3,2 s

3,0 ND und 0,9 harter Grauverlaufsfilter

f/5, ISO 100, 3,2 s

Checkliste für die Landschaftsbereitschaft.

1) Wegbeschreibung und Karte

Dies mag offensichtlich erscheinen, aber Sie sollten wissen, wo Sie hin wollen und einen Plan haben, bevor Sie zu einer Fotomission aufbrechen. Halten Sie alle Adressen, GPS-Koordinaten und Karten bereit, die Sie brauchen, und wenn Sie nicht die Gelegenheit haben, ein Gebiet persönlich auszukundschaften, machen Sie dies über Google Maps/Earth und Bildersuchen, damit Sie einen Orientierungssinn haben, wenn Sie an den Ort kommen, und den Blickwinkel finden, den Sie sich vorgestellt haben. Halten Sie auch alle Apps und Reiseführer bereit, die Sie für die Navigation brauchen, achten Sie auf die Wettervorhersage, die Position der Sonne und Sterne und den Lichtwert. Wenn Sie tief in die Natur eintauchen, nehmen Sie einen mechanischen Kompass und physische Karten mit, um das Risiko zu senken, dass elektronische Geräte ausfallen oder das Signal verlieren. Seien Sie sich über die Risiken des Ortes und über die Bedingungen im Klaren, unter denen Sie fotografieren werden, und beziehen Sie die Sicherheit in Ihre Entscheidungsfindung ein. Achten Sie darauf, jemandem zu sagen, wo Sie hinreisen und geben Sie Bescheid, wann Sie sich das nächste Mal melden wollen.

2) Saubere Optik/sauberer Bildsensor

Meiner Meinung nach könnte dies einer der wichtigsten, aber häufig übersehenen Punkte auf der Checkliste sein. Es gibt nichts frustrierenderes als in der Nachbearbeitung auf einem Bild Sensorflecken zu korrigieren, oder schlimmer noch, einen großen Bereich zu reparieren, weil dort ein fettiger Fleck auf dem Filter oder Objektiv prangt. Es lohnt sich, sich im Voraus die Zeit zu nehmen, damit Sie Ihre Fotos bearbeiten können, statt sie zu reparieren. Achten Sie darauf, die Objektive und Filter, mit denen Sie fotografieren wollen, zu reinigen, bevor Sie sie einpacken. Kümmern Sie sich einmal im Monat oder vor einem wichtigen Shooting darum, dass Ihr Bildsensor sauber ist. Packen Sie unbedingt Ihre Reinigungsausrüstung mit ein, damit Sie Ihre Geräte unterwegs warten können. Ich nehme immer Feuchttücher, einige Mikrofasertücher und ein Druckluft-Spray mit.

Auf dieser Belichtung wollte ich den zerfallenden Pier wirklich hervorheben, also setzte ich den Himmel mit dem Wasser ins Gleichgewicht und berechnete eine Belichtung, die die Glanzlichter maximieren würde, ohne jegliche Kanäle zu beschneiden. Dies war eine 6-minütige Belichtung mit den unten genannten Filtern:

LEE Filters Big Stopper

LEE Filters harter Grauverlaufsfilter 0,9

3) Vergessen Sie Ihr Stativ nicht!

Für Landschaftsfotografen ist das Stativ ein entscheidender Bestandteil der Ausrüstung. Es hilft Ihnen, lange Belichtungszeiten zu erzielen, die wiederum den ISO-Wert und die Tiefenschärfe optimieren. Einfach gesagt können Sie mit einem Stativ immer ein klareres und schärferes Bild erzielen, selbst bei kurzen Verschlusszeiten. Stative sind auch äußerst nützlich bei der Gestaltung des Bildaufbaus, sie geben Ihnen einen Bezugspunkt, sodass Sie Ihre Ergebnisse analysieren und beim Fotografieren kleine Anpassungen vornehmen können. Zudem bieten sie eine breite Palette an Spezialeffekten, Multi-Frame-Images und hochauflösende Panoramabilder. Ganz gleich, ob Sie in die Stadt fahren, um eine Skyline abzulichten, 8 Stunden durch die Natur wandern oder in einen Flieger hüpfen, der Sie in ein anderes Land bringt, nehmen Sie unbedingt ein Stativ mit, das zu Ihrer Reise passt und Ihre Vision nicht einschränkt.

4) Kabellose Fernsteuerung / Fernauslöser

Wenn Sie mit einem Stativ fotografieren, sollten Sie eine Art Fernbedienung oder Fernauslöser benutzen, damit Sie die Hände frei für die Bedienung Ihrer Kamera haben und so Kamerawackeln minimieren können. So wenig wie möglich mit Ihrer Kamera zu interagieren wird Ihnen auch dabei helfen, Ihre Kamera auf eine Szene fokussiert zu halten, wenn Sie eine Belichtungsreihe aufnehmen. Zudem können Sie im Bulb-Modus fotografieren, sodass Sie volle Kontrolle über Ihre Belichtungsdauer haben, unabhängig von den Belichtungsdaueroptionen Ihrer Kamera. Wenn ich Langzeitbelichtungen mache, nutze ich eine einfache kabellose Fernbedienung, denn ich will nichts mit meiner Kamera verbinden, das Wind fangen könnte. Wenn ich jedoch mehrere Frames zu festen Zeiten aufnehme, verwende ich einen Fernauslöser/ein Intervalometer, das ich mit Klettband am Stativbein befestige. Nehmen Sie immer einen Ersatz-Fernauslöser mit oder zumindest Ersatzakkus für Ihren Auslöser.

5) Optische Filter

Das Licht in Ihrer Szene steuern zu können ist von höchster Bedeutung und mit Objektivfiltern können Sie genau das tun. Jeder Landschaftsfotograf sollte einen Zirkularpolarisator in der Tasche haben, um Nebel zu vermindern und den Farbkontrast zu verstärken. Bei richtiger Anwendung kann dieser Filter Blendeffekte reduzieren, Blätter hervorheben, den Himmel hervorstechen lassen und spiegelnde Oberflächen kontrollieren. Ein weiterer toller Filter ist ein Neutraldichtefilter, der Ihnen hilft, längere Belichtungszeiten für Spezialeffekte zu erzielen, wie Glätten von Wasser oder Einfangen der Bewegungen der Wolken am Himmel. Ein Grauverlaufsfilter hilft Ihnen, nur bestimmte Teile des Bildes zu verdunkeln, um so eine ausgeglichene Belichtung zu erzielen und Schatten und Glanzlichter zu kontrollieren. Nehmen Sie auf Ihren nächsten Ausflug unbedingt ein paar Filter mit, damit Sie experimentieren und Ihre Kreativität erweitern können. Wenn Sie Langzeitbelichtungen im Hellen machen, achten Sie darauf, Ihren optischen Sucher zu bedecken oder Ihre ganze Kamera mit einem Schirm abzuschatten.

Goldener Sonnenaufgang über einem Sonnenblumenfeld mit blauem Himmel und Wolken

Goldener Sonnenaufgang über einem Sonnenblumenfeld mit blauem Himmel und Wolken

6) Weitwinkel- und Teleobjektive

In dieses Thema könnten wir uns vertiefen. In Wahrheit haben Landschaftsfotografen viele Gründe für die Objektive, die sie mitbringen, alle sind auf ihre individuellen Bedürfnisse und das Genre ihrer Arbeit zugeschnitten. Astrofotografen fotografieren zum Beispiel mit einem sehr weiten Objektiv und einer großen Blendenöffnung, um den Himmel einzufangen, während ein Wasserfall-Fotograf eher ein Teleobjektiv benutzt, um einen eleganten und einzigartigen Querschnitt eines berühmten Wasserfalls auf das Bild zu bringen. Doch was allgemein wirklich zählt ist, dass sie sowohl nahe als auch ferne Distanzen abdecken können. Versuchen Sie, viele verschiedene Brennweiten zu benutzen, wenn Sie das nächste Mal fotografieren, dies kann die Art, auf die Sie eine Szene interpretieren, verändern. Ein Weitwinkelobjektiv und ein Teleobjektiv dabei zu haben ist ein guter Anfang.

7) Zusätzliche Akkus / Speicherkarten

Achten Sie darauf, viel Akku-Power für Ihre Kamera und Ihre Geräte dabei zu haben. Es gibt viele coole Produkte für portable Energie, also gehen Sie ein bisschen einkaufen, bevor Sie zu Ihrer nächsten großen Tour aufbrechen. Definitiv brauchen Sie auch keinen vollen Speicher, also bringen zusätzliche Karten mit!

In den letzten Monaten war ich an nebligen Morgen auf der Scotland Road unterwegs. Immer fand ich die Kühe an einer etwas anderen Stelle und fotografierte sie viele Male im Nebel. Jedoch gelang mir nie die Aufnahme, die ich mir vorstellte, also hielt ich meinen Blick in diesem Spätherbst jeden Morgen auf den Nebelfaktor gerichtet, um es noch einmal zu versuchen. Neulich Morgen fand ich die Kühe sehr nahe an der Straße, also schlich ich mich ein wenig heran, um einen guten Blickwinkel zu erzielen. Der Hintergrund sah wunderbar aus und schon als ich zu fotografieren begann, tauchte die Sonne die Bäume in goldenes Licht.

8) Gut sortierte Kameratasche

Sie wollen nicht in Ihrer Tasche herum kramen, um etwas zu finden, wenn die Farbe und das Licht ihren Höhepunkt erreichen, also sortieren Sie Ihre Ausrüstung vor dem Aufbruch. Achten Sie darauf, alles dabei zu haben und zwar an der Stelle, wo Sie es suchen. Gut funktioniert das, wenn Sie sich vorstellen, Sie stünden in der Natur, bereit, für Ihr Shooting aufzubauen und dann im Geist die Schritte durchgehen, die Sie machen müssen, um das Bild aufzunehmen. Dies kann Ihnen helfen, herauszufinden, ob Sie eventuell etwas vergessen haben.

9) Passende Kleidung

Machen Sie Ihre Hausaufgaben und finden Sie genau heraus, unter welchen Wetterbedingungen Sie fotografieren werden, welches Schuhwerke, welche Kleidung und welches Zubehör Sie brauchen. Von isolierten Watstiefeln für Winterlandschaften bis zu Hüten mit breitem Kragen und langärmeliger Kleidung für intensive Sommertage, achten Sie darauf, die nötige Kleidung zu tragen, um bequem und sicher fotografieren zu können.

Dieses Foto habe ich von einem anderthalb Meter hohen Stein im Meer aufgenommen, der mitten im Wasser lag, darum ist es ein wenig ungenau. Die Wellen, die Sie hier in der Ferne sehen, schlugen mir schließlich gegen die Schenkel. Zum Glück sah ich sie kommen, darum war ich vorbereitet und hatte noch Zeit, die Kamera in Sicherheit zu bringen. Dies ist eine 2-Sekunden-Belichtung.

LEE Filters Little Stopper

LEE Filters harter Grauverlaufsfilter 1,2

Andere Sachen, die Sie wahrscheinlich mitbringen sollten:

Wasser/Snacks/Essen

Taschenlampe/Stirnlampe

Zeltausrüstung

Sonnenschutz

Schirm

Poncho

Handwärmer

Greg Dubois

Abseits des Südwestens fand ich schließlich meine Heimat in Boston, wo ich nun seit 7 Jahren lebe. Ich war schon mein ganzes Leben lang Künstler und habe mit vielen Medien gearbeitet. Ich bin ein klassisch ausgebildeter Kunstmaler mit einem Bachelor of Fine Arts in Visueller Kommunikation und Schwerpunkt Illustration, und habe über ein Jahrzehnt lang mit ungewöhnlichen Methoden Gemälde erschaffen und im Bereich digitale Kunst und Grafikdesign gearbeitet. Zuvor arbeitete ich ausgiebig mit Digitalvideo und einer 35mm-Filmkamera. Vor einigen Jahren fand ich zurück zur Fotografie und die Leidenschaft wurde bald zu einer unleugbaren Kraft. Für mich ist es die perfekte Ausdrucksweise, ich sehe die Fotografie als Krönung meiner künstlerischen Karriere. Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben, meine Arbeit anzusehen, ich hoffe, sie hat Ihnen gefallen.

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