30.10.2017

Gestaltungstipps für herbstliche Food-Fotos, die ins Auge springen

30.10.2017

Gestaltungstipps für herbstliche Food-Fotos, die ins Auge springen

Alles begann mit einem Blog. Bevor ich 2009 meinen Foodblog startete, machte es mir Spaß, bei Bedarf zu schreiben, bei jeder Gelegenheit, die sich bot, kochte ich hingebungsvoll, doch Fotografie war nicht mein Ding.

Die Food-Fotografie habe ich mir selbst beigebracht: Akzeptable Fotos zu machen lernte ich durch Übung und Betrachtung der Werke der Fotografen, die mich am meisten inspirierten.

Bald wurde mir klar, dass eine gute Auswahl an Requisiten dabei helfen kann, bessere Fotos zu machen, allerdings lernte ich durch systematisches Ausprobieren, dass man ein Bild nicht mit Requisiten überladen muss, damit es interessant wirkt.

Nun, da der Herbst gekommen ist und sich mit ihm die Farben, das Licht und die Stimmung unserer Fotos verändern, können wir unseren Stil der neuen Jahreszeit anpassen. Ich gehe in den warmen herbstlichen Tönen auf, in den herzerwärmenden Speisen und Zutaten, dem feuerroten Laub der Wälder, dem Duft des Kamins und des Regens. Lassen Sie uns sehen, wie wir auffällige Fotos mit Herbstzutaten als Hauptrequisiten aufnehmen können.

Der Herbst wird mit der Wärme des Holzes in Verbindung gebracht: dem Laub der Bäume, den Holzscheiten, die knisternd im Kamin brennen, den bräunlichen Farben typischer Zutaten wie Pilze und Maronen.

Sie können Hintergründe aus Holz wählen, um die Farben dieser Zutaten zu ergänzen: ein bloßer Tisch oder ein Schneidebrett können Wunder wirken und passen perfekt zu den Tönen von Steinpilzen und Esskastanien.

Um Bewegung ins Bild zu bringen, spielen Sie mit der Form der Steinpilze, fügen Sie helle Pfifferlinge hinzu und runden Sie die Szene mit getrockneten Blättern ab, die an eine Szene im Unterholz erinnern.

Maronen sind eine weitere tolle Zutat, die schon für sich ein Requisit ist. Schneiden Sie mit einem kleinen, scharfen Messer ein x in jede Marone. Während sie in einem traditionellen, gusseisernen Topf über dem Kamin oder im Ofen rösten, werden sie sich öffnen und ihr goldenes Fruchtfleisch wird freigelegt. Nun brauchen Sie nur noch einige wenige Gegenstände für ein tolles Foto, da die gerösteten Maronen bereits faszinierende Helden sind. Fügen Sie noch ein paar Maronen in einer braunen Papiertüte hinzu, dies erinnert an die gerösteten Maronen, die man im Winter an Straßenständen kaufen kann, und ein Glas Rotwein, damit ein warmes, herbstliches Foto entsteht.

Nach dem Sommer, in dem Sie einzig nach Frische suchen, ist der Herbst die Jahreszeit, in der die Gewürze in Ihre Küche zurückkehren. In ein einfaches Stillleben aus Quitten und Birnen können sie Farbe bringen und alles interessanter wirken lassen. Quitten sind wegen ihrer knubbeligen Form der absolute Star dieser Aufnahme, denn sie fängt das Licht ein und wird vom Schatten weicher gezeichnet. Auf diesem Bild hilft auch der Zimt, eine Geschichte zu erzählen: Man assoziiert ihn leicht mit Konfitüre und Kompott, mit der Wärme eines blubbernden Topfes auf dem Herd, mit dem Genuss eines Toasts mit Butter und Marmelade am Morgen.

Herbst ist außerdem die Saison strahlender orangefarbener Kürbisse wie dem Butternut. Zwar haben wir in Italien nicht die Tradition, auf ein Kürbisfeld zu gehen, um dort den perfekten Kürbis zum Schnitzen für Halloween auszusuchen, doch sobald der Oktober kommt, ist das Orange dieses Gemüses aus unserer Küche kaum noch wegzudenken.

Kürbisse ziehen ebenso wie Quitten alle Aufmerksamkeit auf sich, also müssen Sie für die Gestaltung des Bildes nur ein wenig mit ihren Formen spielen, vielleicht einen Tropfen Olivenöl hinzufügen, um sie interessant glitzern zu lassen, eine Prise schwarzen Pfeffer und Salz dazu geben und ein paar frische Kräuter verstreuen. Schneiden Sie den Kürbis in verschiedene Formen, um Bewegung ins Bild zu bringen und das Auge zu überraschen.

Das Herbstlicht kann das weichste, wärmste Licht sein, doch es verschwindet fast immer zu früh. Wenn Sie von den vielen Stunden Tageslicht im Sommer verwöhnt sind und hauptsächlich bei Tageslicht fotografieren, wissen Sie bestimmt ein praktisches Stativ wie das

Befree Orange
zu schätzen, das super zu den Herbstfarben passt und Ihnen hilft, bis zum letzten Bild Ihrer Aufträge im Herbst eine ruhige Hand zu behalten.

BIOGRAFIE

Der Blog. Juls‘ Kitchen entführt sie in eine Küche in der Toskana und zeigt Ihnen die ehrlichen und saisonalen toskanischen Speisen in wunderschönen Fotos. Giulia erzählt Ihnen die Geschichten, die häufig die Inspiration für ein Rezept sind. In diesen ausgiebig getesteten Rezepten finden Sie detaillierte und unkomplizierte Anleitungen, um sich ein kleines Stück Toskana nach Hause zu zaubern.

Giulias Mission ist es, die Menschen zur Zubereitung simpler Mahlzeiten zu inspirieren, in denen die Qualität und Frische der Zutaten in jedem Rezept durchscheinen. Sie liebt nichts mehr, als von Lesern zu hören, die ihre Rezepte erfolgreich nachgekocht haben. Schließlich geht es bei toskanischem Essen ganz um das Teilen und Weitergeben von Wissen.

Die Bloggerin.

Juls’ Kitchen
wird von Giulia Scarpaleggia und Tommaso Galli geschrieben und fotografiert, die auch im echten Leben Partner sind. Beide sind in der Toskana geboren und aufgewachsen. Giulia ist Food-Autorin und -Fotografin und gibt im Haus ihrer Familie auf dem Land toskanische Kochkurse. Ihren Blog startete sie 2009, um Familienrezepte und -geschichten zu sammeln. Tommaso kam 2015 ins Team, als er aus Florenz her zog. Inzwischen liebt er das Leben auf dem Land ebenso wie Giulias Essen. Er ist der Mann für alles Technische und der Videofilmer, und natürlich der Haupttester in Juls‘ Kitchen.

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