07.12.2017

10 Tipps zum Fotografieren im Regen

07.12.2017

10 Tipps zum Fotografieren im Regen

Sie haben Stunden damit verbracht, den richtigen Ort zu finden. Die letzten Vorbereitungen sind abgeschlossen und Sie wissen genau, welche Art von Bildern Sie erstellen wollen. Dann am nächsten Tag wachen Sie auf, ziehen die Vorhänge zurück und sehen… Regen.  Ja, das ist uns allen schon einmal passiert und wir alle haben uns geärgert. Dennoch sollten Sie sich vom schlechten Wetter nicht davon abhalten, ein paar fantastische Fotos zu machen, besonders, wenn Sie sich an einem außergewöhnlichen Ort befinden, an dem Sie nie wieder sein werden. Sobald der anfängliche Schock vorüber ist, sollten Sie sich einen Überblick über die Situation verschaffen, sie neu bewerten und sich daran erinnern – im Regen zu fotografieren ist eine einzigartige Herausforderung, die noch lohnender sein kann als die Aufnahme von Fotos an einem hellen und sonnigen Tag.

Fotograf Jim Richardson von National Geographic sagt: „Wenn es anfängt zu regnen, machen sich gute Fotografen auf den Weg, um Bilder zu schießen.“

Also, anstatt traurig zu Hause zu bleiben und sich über das schlechte Wetter aufzuregen, gibt es von mir nun einige Tipps, damit auch Sie bald ohne Probleme im Regen fotografieren können.

 

1# Schützen Sie Ihre Kamera

Selbstverständlich sollten Sie, bevor Sie raus in den Regen gehen, sicherstellen, dass Sie etwas haben, um Ihre Kamera und Ihre Objektive zu schützen. Ich benutze DSLR Regenschutzhüllen – das sind wasserdichte Schutzhüllen für Ihre Kamera. Nicht attraktiv, aber sehr effektiv! Auch die Verwendung der Gegenlichtblende ist eine gute Möglichkeit, das Glas vor diesen lästigen Regentropfen zu schützen. Und zu guter Letzt benötigen Sie einen Schutzbezug für Ihre Kameratasche!

2# Benutzen Sie feuchtigkeitsabsorbierende Mittel

Wenn Sie wissen, dass Ihre Kamera nass wird, egal welche Maßnahmen sie dagegen ergreifen, vergewissern Sie sich, dass Sie Silicia Gel Päckchen in Ihre Kameratasche packen. Diese verhindern eine Bildung von Kondenswasser auf Ihrer Ausrüstung. Somit können Sie ohne Probleme den ganzen Tag lang Bilder aufnehmen.

3# Fügen Sie etwas Farbe hinzu

Einer der Hauptnachteile des fotografieren im Regen ist, dass die einzigen Farben, die Sie sehen werden, verschieden Graustufen und Weiß sind. Aus diesem Grund sollten Sie selbst ein wenig Farbe hinzufügen. Wenn Sie von jemandem Fotos machen, stellen Sie sicher, dass diese Person bunte Kleidung trägt. Ein Gegenstand, den ich immer bei mir habe, ist ein sehr bunter Regenschirm. Er schützt nicht nur meine Kamera, sondern kann auch als ein tolles Objekt und spezieller Fokuspunkt in den Fotos eingearbeitet werden.

4# Denken Sie in Schwarz/Weiß

Anstatt Farbe hinzuzufügen, können Sie alternativ auch „in Schwarz/Weiß denken“. Stellen Sie sich vor, wie ein Foto in monochromen Farben aussehen würde. Wenn ich Fotos im Regen mache, stelle ich mir die Fotos in Schwarz/Weiß vor, nehme sie aber in Farbe auf. Es ist tatsächlich einfacher, RAW-Fotos in Farbe aufzunehmen und diese dann in der Postproduktion in Schwarz/Weiß zu konvertieren, da Sie in der Lage sind, einen größeren Datenbereich zu bearbeiten (im Gegensatz zu einem konvertierten Schwarzweiß-JPEG-Bild).

5# Finden Sie Pfützen und Reflektionen

Solange es nicht seitlich regnet, ist es sehr schwierig, den Regen in Fotos einzufangen. Um die Tatsache, dass es wirklich regnet, zu betonen, müssen Sie Pfützen finden. Pfützen zeigen kleine Ringe, die durch das Aufprallen der Wassertropfen erzeugt werden, welche wiederum die Reflektionen des Motivs auf eine schöne Weise verschwimmen lassen. Wenn es regnet, stehen die Pfützen im Mittelpunkt!

6# Verwenden Sie ein Blitzlicht

Eine andere Möglichkeit, Regentropfen zu zeigen, ist die Verwendung eines Blitzgeräts. Wichtig ist, dass Sie nicht die höchste Stufe einstellen, da das Foto sonst überbelichten wird. Wenn Sie mit den verschiedenen Stufen experimentieren, können Sie einen wirklich schönen Effekt hervorrufen, beispielsweise können die Regentropfen zu goldenen, in der Luft schwebenden Kugeln werden. Auch bei Benutzung von Leuchten, wie das Manfrotto LED-Licht, können brillante Effekte und definierte Fotos entstehen.

7# Schauen Sie in den Himmel

Wenn es regnet, ist einer der dramatischsten Aufnahmen der Himmel. Bei dicken, düsteren Wolken bricht manchmal die Sonne durch und erzeugt eine wunderschöne Kulisse, die man bei klarem Wetter einfach nicht bekommen würde. Solche Art von Aufnahmen gehören zu meinen Favoriten, egal ob es regnet oder nicht.

#8 Probieren Sie eine Langzeitbelichtung aus

Was ich bei regnerischen Tagen auch gerne mache, ist, mein stabiles Manfrotto 190er Stativ aufzustellen und ein paar Langzeitbelichtungsfotos aufzunehmen. Wenn viel Regen von einem Gebäude rinnt, können Sie den geschmeidigen Fluss des Wassers festhalten, genauso wie Sie es bei einem Wasserfall tun würden.

9# Machen Sie Fotos von Menschen

Das Wetter verändert uns alle (vertrauen Sie mir, ich bin Brite). Wenn Sie nach geeigneten Motiven und Orten suchen, die Sie ablichten können, schauen Sie sich einfach um. Beobachten Sie Menschen, die von einem Geschäft zum anderen huschen um dem Regen auszuweichen, machen Sie ein Foto von jemandem, der gerade mit gerunzelter Stirn zum Himmel aufblickt. Halten Sie den Moment fest, in dem jemand einen Regenschirm aufmacht. Jeder reagiert anders auf das Wetter – zeigen Sie es!

10# Lächeln

Wenn Sie im Regen Fotos machen, können Sie ziemlich schnell frustriert sein – ich kenne das von mir – aber vergessen Sie dabei nicht zu lächeln. Wenn alle anderen Fotografen zu Hause sitzen und denken, dass es sinnlos ist, draußen bei dem Wetter zu fotografieren, sind Sie derjenige, der umwerfende Fotos aufnimmt. Darauf können Sie stolz sein.

 

Das sind sie also – 10 Tipps zum Fotografieren im Regen.

Wenn Sie beim nächsten Mal die Vorhänge öffnen und sehen, dass sich der Himmel zugezogen hat, geraten Sie nicht in Panik. Denken Sie nur an die Worte von Jim Richardson: „Wenn es anfängt zu regnen, machen sich gute Fotografen auf den Weg, Bilder zu schießen.“

 

 

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