04.07.2012

Finde Dein Licht

04.07.2012

Finde Dein Licht

Landschaftsfotograf Chris O’Donnell zeigt uns ein paar einfache Wege, um unsere Fotografie zu verbessern

Licht spielt eine enorme Rolle in Deiner Fotografie. Es kann nicht nur ändern wie Dein Bild aussieht, sondern es kann auch komplett die Stimmung und die Emotionen jedes Fotos verwandeln. Mit einigen einfachen Tipps kannst Du den ersten Schritt nehmen, um die richtige Zeit zu wählen, wenn du Dein Bild aufnimmst.

Gerichtetes Licht

Diese Art von Licht ist typischerweise außen zu beobachten, wenn die Sonne sichtbar ist und von einem bestimmten Winkel kommt. Photos die bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang geschossen werden sind extrem gerichtet, da Deine Lichtquelle (in dem Fall die Sonne) in einem sehr dramatischen, steilen Winkel steht. Dieser „Scheinwerfer“ Effekt bringt eine riesige Menge an Textur zum Vorschein und hat das Potenzial, selbst bei den kleinsten Objekten einen Schattenwurf zu verursachen.

Ich liebe es, gerichtetes Licht bei Landschaften zu benutzen wenn die Sonne scheint, da die Stimmung des Fotos entspannt, warm und sorgenfrei ist – ganz anders als wenn es an einem stürmischen Abend aufgenommen wäre.

Gleichmäßiges (sanftes) Licht

„Bedecktes“ Licht bedeutet schlicht sanftes, ungerichtetes Licht, das gleichmäßig über das Bild fällt. Hier gibt es keine starken Akzente oder Schatten, was eine weiche und beruhigende Farbpalette schafft.

Ich mag es an bewölkten Tagen zu fotografieren, da bedecktes Licht einen fantastischen „abflachenden“ Effekt hat, der Schatten und Textur eliminiert und alles weicher und beruhigender macht – es ist eine bessere Wahl wenn man ein gleichmäßig beleuchtetes Foto möchte.

Zusätzlich sind die Farben so tief und gesättigt, dass es perfekt ist, um Blumen, Laub oder alles andere zu fotografieren was sehr lebhaft wirken sollte. Ich liebe es besonders Herbstlaub unter einem bewölkten Himmel zu schießen, weil die Bäume und Blätter dann erst richtig lebendig werden.

Der sanftere Effekt des Lichts betrifft auch die Stimmung und das Gesamtgefühl des Bildes. Typischerweise wirkt diese Art von Bildern etwas festlicher, friedlich und ruhig, durch eine kühlere Farbpalette.

Die Dämmerung

Eine weitere wundervolle Zeit, um das Licht einzufangen ist kurz vor der Morgen- oder kurz nach der Abenddämmerung, wenn die Sonne nicht am Himmel sichtbar ist. Das wirft ein gleichmäßiges, beruhigendes Licht über das Bild, jedoch ohne die Härte des direkten Sonnenlichts.

Das Licht ist so viel weicher. Es ist etwas gerichtet, aber noch immer ausreichend gefiltert, so dass man das tiefe Blau des Wassers und die schöne  Farbe des Himmels erkennen kann. Sobald die Sonne über dem Horizont erscheint wird es zu stark und die Farbe wird verwaschen.

Hier funktioniert die selbe Denkmethode. Die Sonne kommt gerade erst am Horizont zum Vorschein aber ist noch nicht ganz dort. Diese magische Zeit gibt Dir genügend Licht, um ein Foto zu schießen, bietet aber immer noch das bedeckte Licht, das Du benötigst, um die fantastische Farbe sowohl vom Untergrund als auch vom Himmel zum Ausdruck zu bringen – ganz zu schweigen von den himmlischen Farbtönen des Wassers.

Eine gute Übung, die zeigt wie unterschiedlich Licht unsere Fotos beeinflusst, ist wenn man sich ein einziges Objekt sucht und es über den ganzen Tag hinweg fotografiert. Wenn man die Fotos Seite an Seite vergleicht ist der Unterschied enorm!

Übe und fotografiere weiterhin und Du wirst sehen, dass es Dir mit zunehmender Fotografieerfahrung  immer leichter fallen wird Deine Lichtbedingungen abzuschätzen und Umgebungen zu finden, die Dir die Ergebnisse liefern die Du möchtest!

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