13.05.2015

Benutzen Sie das LUMIE Muse-Licht für Ihre kulinarische Fotografie

13.05.2015

Benutzen Sie das LUMIE Muse-Licht für Ihre kulinarische Fotografie

Bisher habe ich für meine kulinarische Fotografie immer Tageslicht und zugleich einen Reflektor eingesetzt, um die Schatten weicher zu machen, LED-Lichter hatte ich noch nie verwendet. Als Manfrotto mir vorschlug, es mit seiner neuesten Lampe, der LUMIE, zu versuchen, zögerte ich nicht. Ich probierte sie gern aus. Das war mich für mich eine Chance, eine neue Möglichkeit zur Beleuchtung meiner Szenen zu entdecken.

Präsentation
Ich empfehle Ihnen, einige Präsentationen auszuprobieren. Von dieser Lampe gibt es drei verschiedene Modelle: 3, 6 oder 8 LED. Ich entschied mich für die letzte der drei, die Lumie Muse, weil sie am hellsten und damit meiner Meinung nach für die kulinarische Fotografie am besten geeignet ist.

Die Lampe hat 3 Filter (die Version mit 3 LEDs hat 2): Einer dient der Weichzeichnung und Ausbreitung des LED-Lichts (Weißfilter), die anderen sorgen für eine mehr oder weniger warme Lichttemperatur. Sie können auch die Intensität des Lichts anpassen, das in 4 Stufen ausgestrahlt wird (die anderen 2 Lampen haben 3 Stufen).

Foto1

Was die Größe und das Gewicht betrifft, so ist diese Lampe ein praktisches Leichtgewicht. Sie können sie genau wie auf dem Foto unten in der Hand halten. Sie passt ganz leicht in eine Fototasche.

Foto2

Anwendung
Verwenden können Sie die Lampe auf drei verschiedene Arten. Mit dem mitgelieferten Konnektor können Sie die Lampe an den Blitzschuh Ihrer Kamera anschließen, wie Sie unten sehen können. Mit dem Konnektor-Kugelgelenk (nur an dem Modell mit 8 LEDs) können Sie die Position des Lampenkopfs ändern, um eine bessere Stelle in der Szene anzuvisieren. Das ist besonders praktisch.

Foto3

Die andere Option ist, die Lampe auf Ihr Stativ zu stellen, wenn es mit einer Standardschraubvorrichtung ausgestattet ist.

Um unglaubliche Bewegungsfreiheit zu genießen, können Sie es auch einfach in Ihrer Hand halten. Ich denke, das ist die beste Lösung, besonders, wenn Sie Ihre Kamera mit einem Stativ und einer Fernbedienung benutzen. So können Sie das Licht genau auf die gewünschte Stelle ausrichten und Ihr Foto aus der Ferne machen. Ich empfehle Ihnen, die Lampe auf ein kleines Tischstativ zu stellen, so können Sie sie einfacher halten und wie einen Ast einsetzen.

Foto5

Ein paar Worte zu Filtern. Sie sind einfach einzurichten. Sie passen in die jeweilige Halterung, die an der Lampe befestigt wird. Sie können bis zu 3 Filter benutzen, um zusätzliche Effekte zu erzielen.

Bilder, die ich zum Testen der Lampe aufgenommen habe
Hier sind einige der von mir gemachten Fotos – so können Sie sehen, welche Ergebnisse sich damit erzielen lassen. Ich bin nicht von meiner typischen Arbeitsweise abgewichen: Ich bleibe immer in der Nähe eines Fensters und stelle gegenüber des Fensters einen Reflektor auf. Mit meiner Kamera auf dem Stativ und der Fernbedienung in der Hand konnte ich das Licht so steuern, wie ich wollte.

Wenn Sie die Lampe als erstes in die Hand nehmen, ist es am besten, einige Tests durchzuführen: näher dran, weiter weg, von links, von oben, mit verschiedenen Lichtintensitäten, mit oder ohne Filter… So gelingt Ihnen die Handhabung dieser neuen Lampe und Sie verstehen, wie sie funktioniert.

Beispiel 1
Für das Foto unten versuchte ich, die Messer zu fotografieren und hervorzuheben. Doch wie Sie auf dem Foto links sehen können, reichte das Licht, das durch mein Fenster einfiel, nicht zum Hervorheben der Klingen. Also verwendete ich die Lampe mit dem Weißfilter und wählte die erste Stufe der Lichtintensität. Indem ich sie auf der rechten Seite ein wenig oben platzierte, konnte ich das Licht auf die Klingen und die Rillen an einem der Messer richten, was sofort eine viel eindrucksvollere visuelle Wirkung hat!

Foto6

Beispiel 2
Eine etwas andere Anwendung der Lampe auf dem Bild unten. Hier hatte ich die Idee, das Licht auf die roten Beeren unten fallen zu lassen, um ein wunderschönes Bouquet voller Lichtblasen zu erhalten. Sehen Sie auch, wie die Lampe den Hintergrund meiner Szene nicht erfassen konnte. Für dieses Foto setzte ich den Weißfilter und die Helligkeitsstufe Zwei ein und richtete das Licht auf den Hintergrund, sodass nur die Beere ganz hinten erleuchtet werden würde. Die Früchte vorn wurden auch etwas erleuchtet, aber es sind die Früchte hinten, die die Lichtpunkte wirklich einfangen. Auf diese Art erscheint das Foto noch magischer.

Foto7

Beispiel 3
Für mein letztes Beispiel nutzte ich die Lampe, um die Atmosphäre meiner Szene aufzuhellen und zu erwärmen, da ich sie für zu kalt hielt. Also brachte ich den mittleren Filter an den LEDs an und nutzte die dritte Helligkeitsstufe. Ich richtete die Lampe in einem scharfen Winkel auf die Szene.
Im Vergleich zwischen diesen beiden Fotos können Sie sehen, dass das rechte wärmer und heller ist als das linke. Meine Samosas sehen so noch verlockender aus.

Foto8

Tipp
Achten Sie darauf, das Licht nicht zu nah an Ihre Szene zu bringen, damit Sie am Ende keine zu starken Schatten haben, die nicht mehr natürlich wirken würden. Man würde sofort erkennen, dass künstliches Licht eingesetzt wurde, was das Bild unnatürlich wirken lassen würde. Sie sollten die Lampe weiter weg stellen, um ein natürlicheres Ergebnis zu erhalten.

Auf dem Foto unten habe ich dieselbe Lampe benutzt, aber aus einer anderen Entfernung. Links können Sie die ausgeprägten Schatten der Passionsfrucht sehen. Auch die Samosas sind zu hell. Links habe ich die Lampe weiter weg aufgestellt und das Ergebnis ist viel natürlicher und weniger grell.

Foto9

Nachdem ich die verschiedenen Einsatzmöglichkeiten der Lampe ausprobiert habe, glaube ich, dass sie meine Aufnahmen wirklich bereichert. Ich brauche sie nicht immer für meine Fotos, aber sie kann mir helfen, die schattigen Bereiche auszuleuchten, eine Atmosphäre wärmer zu machen oder bestimmte Produkte nach Bedarf hervorzuheben. Sie ist sehr praktisch, einfach einzusetzen und braucht kaum Platz. Sie ist genau das richtige Licht, das Sie für Ihre Bilder brauchen! Der einzige Nachteil, auf den ich hinweisen möchten, ist das zu kurze USB-Ladekabel.

ChefNini

Unter dem Pseudonym chefNini schreibt Virginie seit Februar 2008 auf ihrem gleichnamigen kulinarischen Blog. Dort teilt sie ihre Rezepte, Fachartikel, Einkaufsratgeber und Testprodukte.
Seit 2011 bietet sie kreative Dienstleistungen rund um Fotografie, Gestaltung und Kulinarik an.
Zudem ist sie Autorin eines Buches über kulinarische Fotografie, das von Pearson veröffentlicht wurde, sowie eines Kulinarischen Almanachs, der von Editions 365 herausgegeben wurde.

Blog: http://www.chefnini.com/
Portfolio: http://portfolio.chefnini.com/
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