08.01.2016

Winter-Fotografie: So fotografieren Sie im Schnee

08.01.2016

Winter-Fotografie: So fotografieren Sie im Schnee

Juliana Broste_Gefrorene Eiskristalle

Der Winter ist eine wunderschöne Zeit, um raus zu gehen und die Welt auf Fotos festzuhalten. Kaum etwas ist so majestätisch wie schneebedeckte Hügel, im Sonnenlicht glitzernder Schnee und Landschaften, die unter einer Schneedecke liegen.

Juliana Broste_Gletscher in Alaska

TIPP: Ziehen Sie sich passend an.  Das Wichtigste zuerst, seien Sie vorbereitet auf das Wetter.  Tragen Sie mehrere Schichten, damit Sie flexibel sind, wenn es zu warm oder zu kalt wird.  Investieren Sie in fotofreundliche Handschuhe, um Ihre Finger zu schützen – zum Beispiel fingerlose oder dünn gefütterte Handschuhe.  Schnappen Sie sich auch eine warme Mütze und einen Schal oder ein Tuch, um Ihr Gesicht vor dem Wind zu schützen.  Packen Sie auch ein paar Hand- und Zehenwärmer ein, für den Fall der Fälle.  Äußerst wichtig ist es, dass Sie eine Sonnen- oder Schutzbrille tragen, um Ihre Augen vor der Sonne zu schützen – wenn die Sonne hell scheint, reflektiert sie auch im Schnee das Licht, Ihre Augen sind der Sonne also doppelt ausgesetzt.

Juliana Broste_Skifahren bei Ski Cooper

TIPP: Machen Sie das Beste aus Ihrer Zeit innen. Treffen Sie so viele Vorbereitungen wie möglich im Warmen, bevor Sie hinaus in die Kälte gehen.  Sortieren Sie Ihre Ausrüstung und verstauen Sie Ihre wichtigsten Geräte in Taschen, an die Sie leicht ran kommen.  Jeder Griff scheint etwas mehr Energie zu kosten, wenn Sie in Ihre Winterkleidung gehüllt sind, also optimieren Sie alles im Voraus.

TIPP: Achten Sie auf das Licht:  Im Winter sind die Tage kurz und wenn Sie in den Bergen sind, sogar noch kürzer!  Das ist toll, um die goldene Stunde beim Sonnenauf- und untergang zu nutzen, denn so müssen Sie nicht so früh aufstehen oder so lang aufbleiben wie im Sommer.  Tagsüber sollten Sie aber wissen, dass die Schatten früh kommen – besonders auf Skipisten, die von Bäumen umrandet sind oder in der Stadt auf Straßen voller Wolkenkratzer.  Planen Sie dies entsprechend ein, um die ultimative Aufnahme zu erzielen.

Juliana Broste_Crested Butte Mountain

TIPP: Halten Sie Ihre Akkus warm.  In der Kälte werden Ihre Akkus schnell leer!  Packen Sie sich zusätzliche Akkus ein und bewahren Sie sie eng am Körper auf, um Ihre Körperwärme als Wärmequelle zu nutzen.  Nutzen Sie zum Aufbewahren von Akkus lieber Taschen innen in Ihrer Jacke als Außentaschen an Ihrem Rucksack.  Noch eine Idee – versuchen Sie bei eisigen Temperaturen, Ihre Akkus mit einem Handwärmer bei Laune zu halten.

TIPP: Halten Sie Ihre Kamera kalt.  Kennen Sie das, wenn Ihre Brille beschlägt, wenn Sie an einem kalten Tag nach innen kommen?  Kameras haben dasselbe Problem, doch für sie kann das viel schädlicher sein.  Wenn Sie Ihre Kamera mit rein nehmen, nachdem Sie bei super kalten Temperaturen draußen waren (z. B. in die Skihütte gehen, um eine heiße Schokolade zu trinken, nachdem Sie Skifahrer auf den Bergen gefilmt haben), kann sich außen und innen am Objektiv und der Kamera Kondenswasser bilden.  Elektronische Geräte und Feuchtigkeit vertragen sich nicht gut.  Versuchen Sie, Ihre Kamera kalt zu halten, wenn Sie sie noch einmal benutzen möchten, damit die Temperatur nicht so drastisch umschlägt und sie weniger Gelegenheit hat, zu beschlagen.  Wenn es Zeit ist, rein zu gehen, bringen Sie Ihre Kamera nicht direkt in die warme Stube, sondern lassen Sie sich noch im Rucksack, um ihr etwas Zeit zu geben, sich langsam auf Zimmertemperatur zu erwärmen.

TIPP: Halten Sie Ihre Kamera trocken.  Egal ob Regen oder Schnee, wenn es draußen nass ist, brauchen Sie einen Plan, um Ihre Kamera trocken zu halten.  Sie können zum Beispiel in einen Regenschutz für Ihre Kamera investieren.  Eine große Plastiktüte tut es aber auch.  Sie können ein Loch für das Objektiv in die Tüte machen, so bleibt der Rest Ihrer Kamera trocken.  Mir gefallen auch die Regenabdeckungen an den Manfrotto-Rucksäcken, die in der Not auch als Kameraabdeckung dienen können.  Ein riesiger Schirm wirkt auch Wunder, falls es nicht zu windig ist. Super praktisch ist es, einen Assistenten zu haben, denn vier Hände schaffen mehr als zwei.

Juliana Broste_Heiße Quellen in Pagosa

TIPP: Achten Sie auf die Belichtung:  Beim Fotografieren im Schnee kann es schwierig sein, richtig zu belichten.  Es passiert leicht, dass Sie die Aufnahme unterbelichten, dann erscheint das Bild grau und dunkel, aber auch überbelichten können Sie schnell, sodass die Weißtöne übertrieben hell sind und Sie in den Glanzlichtern nicht alle Informationen einfangen.  Verlassen Sie sich auf Ihr Histogramm zum Ablesen der Pegel, so können Sie sicherstellen, dass Sie das richtige Verhältnis aus Licht und Bilddaten haben.  Wenn Sie automatisch fotografieren, wird Ihre Kamera die Helligkeit ausgleichen, darum ist es am besten, Ihre Belichtung höher zu stellen und die Aufnahme leicht überzubelichten, damit Ihr Foto nicht zu dunkel wird.

Juliana Broste_Im Schnee

TIPP: Bedenken Sie Ihren Bildaufbau. Ein Feld voller Schnee kann schön sein, aber mit der Zeit ein wenig monoton werden.  Experimentieren Sie mit Ihrem Bildaufbau.  Leicht in eine andere Richtung zu fotografieren kann vor einem ganz weißen Hintergrund oder in einer schönen Landschaft mit Bäumen im Schnee und viel bewirken.

Juliana Broste_Skifahrer und Snowboarder in Vail

TIPP: Machen Sie Ihre Welt bunt. Auch wenn die Welt unter einer Schneedecke wunderschön aussieht: Halten Sie die Augen offen nach Farbtupfern, um Ihrem Bildaufbau einen hübschen Kontrast zu verleihen.  Ein paar grüne Kiefern und texturierte Espen bilden einen schönen Kontrast zum weißen Schnee.  Auch Skifahrer mit hellen Jacken sind ein tolles Motiv.

Juliana Broste_Schnee in Denver

Wohin auch immer Ihr Winterurlaub Sie hinführt – vielleicht nach draußen in die Berge zum Skifahren oder Snowboarden oder wenn Sie sich einfach nur am Kamin einkuscheln und das Winterwunderland vor Ihrem Fenster bewundern – viel Spaß beim Einfangen dieser verschneiten Saison mit Ihrer Kamera.

Juliana Broste. 

Die Emmy-Award-gekrönte Reisevideo-Journalistin Juliana Broste ist immer bereit, den Moment einzufangen.  Sie erschafft packende, unterhaltsame, inspirierende Videoinhalte für Reisemarken und Pressekanäle.  Ihre Filmabenteuer haben sie schon um den ganzen Globus geführt.  Erleben Sie ihr Abenteuer mit und folgen Sie “TravelingJules” auf:

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